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Testament und Erbrecht


Wir haben für Sie die häufigsten Fragen zu diesem wichtigen Thema zusammengestellt.

Die Wünsche der Beisetzung gehören nicht in ein Testament, da dieses erst für gewöhnlich nach der Beisetzung eröffnet wird.

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Eigenhändiges Testament
Ein Testament kann nur persönlich erstellt werden. Es muss eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Der Erblasser sollte darüber hinaus angeben, wann und wo das Testament errichtet wurde. Sie sollten Ihr Testament bei einem Notar oder bei dem Amtsgericht hinterlegen oder es einer Vertrauensperson zur Verwahrung geben. So können Sie sicher sein, dass Ihr Testament nach Ihrem Ableben gefunden und beachtet wird.

Ein notarielles Testament
Das öffentliche Testament ist mit Kosten verbunden. Der Notar ist verpflichtet, seine Tätigkeit im Einklang mit der Kostenordnung zu berechnen. Die Höhe der Kosten beim Notar richten sich nach dem Vermögen des Erblassers. Andererseits kann ein öffentliches Testament einen Erbschein überflüssig machen, der regelmäßig teurer ist als ein notarielles Testament. Auch Banken verlangen regelmäßig keinen Erbschein, wenn ein notarielles Testament vorgelegt wird.

Die Testamentseröffnung
Das Nachlassgericht eröffnet die amtlich verwahrte oder abgelieferte letztwillige Verfügung des Erblassers. Darüber wird eine Niederschrift gefertigt. Das Nachlassgericht verwahrt das Testament in den Nachlassakten und informiert die Beteiligten über den sie betreffenden Inhalt des Testaments.



Wer erbt im Todesfall
Gesetzliche Erben können immer nur Verwandte und Ehegatten sein. In erster Linie erben die Ehegatten und die Kinder. Nur wenn keine Kinder vorhanden sind, können entferntere Verwandte erben.

Was erbt ein Ehegatte
Neben Kindern erbt ein Ehegatte ein Viertel des Nachlasses. Zusätzlich erhält ein Ehegatte im Fall des gesetzlichen Güterstandes ein weiteres Viertel als pauschalen Zugewinnausgleich, insgesamt dann also die Hälfte.

Der Pflichtteilsanspruch
Ist ein Kind, ein Ehegatte oder ein Elternteil von seinem gesetzlichen Erbteil von dem Erblasser ausgeschlossen, erhält er trotzdem etwas, nämlich den Pflichtteil. Dieser besteht in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Der Erbschein
Sie benötigen einen Erbschein, um sich als berechtigter Erbe ausweisen zu können. Wenn Sie z.B. über ein Konto des Verstorbenen verfügen wollen, wird die Bank dies oft nur bei Vorlage eines Erbscheines zulassen. Der Erbschein wird auch bei Umschreibungen im Grundbuchamt erforderlich.

Schulden des Erblasser
Der Erbe haftet für alle Schulden, die der Verstorbene hinterlassen hat. Die Haftung kann durch Ausschlagung des Erbes vermieden werden.

Die Erbschaft ausschlagen
Die Ausschlagung der Erbschaft muss innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis vom Anfall der Erbschaft gegenüber dem Nachlassgericht erklärt werden.

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